internet-unterwegs Überall mobil im Internet surfen mit Handy und Laptop
Wer verdient eigentlich am mobilen Internet?
Mittwoch, 16. Februar 2011 um 20:25 Uhr
Handy GeldKnapp 1,3 Millionen sind allein in hierzulande mobil im Internet unterwegs, und typische Endgeräte für den ungebundenen Web-Zugang wie Tablets oder Smartphones finden reißenden Absatz. Im Hintergund kämpfen viele Parteien darum, einen kräftigen Happen vom dicken Kuchen abzubeißen. Doch wer profitiert wirklich vom mobilen Internet? Die Provider jedenfalls nicht.



Zusatzgebühren, automatische Vertragsverlängerungen, versteckte Kosten und viel Kleingedrucktes - die Gängelliste bei Tarifen fürs mobile Web kann manchmal lang sein. Doch dass sich die Provider eine goldene Nase am Internet verdienen, scheint aktuellen Aussagen auf dem Mobile World Congress zufolge ein Trugschluss zu sein. Den großen Reibach machen andere.

Viele Nutzer - teure Netze

Denn verdienen kann nur, wer wenig Ausgaben hat. Und Providern wie der Telekom oder Vodafone drücken vor allem die Gebühren für den Ausbau ihrer Netze. Hier kommen Ausrüster wie Cisco oder Nokia ins Spiel, die etwa für entsprechende Funkzellen sorgen, um dem wachsenden Ansturm auf UMTS- oder LTE-Frequenzen Herr zu werden. Auch die Hersteller der Surfsticks wie etwa ZTE oder Huawei und Smartphone-Größen wie HTC oder Samsung profitieren vom mobilen Web.

Auf dem Mobile World Congress wird zudem den Anbietern von Inhalten eine große Bedeutung zugewiesen. Damit sind nicht unbedingt traditionelle Medienhäuser, die ihre Printprodukte auf iPad & Co. bringen, gemeint, sondern vielmehr neue, innovative Firmen, die frische Vertriebsstrukturen suchen, um ihren Content zu monetarisieren - Google als Vorbild.

Gemeinsam gegen den Feind

Doch genau hier wollen künftig die Netzbetreiber wieder ins Spiel grätschen: Unter dem Namen "Wholesale Applications Community" (WAC) feierte vor Kurzem ein Konsortium mit prominenten Vertretern wie Verizone, Vodafone oder Orange seinen Start. Die Idee: eine einheitliche Plattform für Produktion, Vertrieb und Kompatibilitätsfragen, an der die beteiligten Parteien verdienen sollen. Der Start eines entsprechenden App-Stores ist für September 2011 angekündigt. Der eigentlich große Gewinner am Mobile-Web-Boom - Apple - allerdings wird mit seinen Endgeräten wohl nicht mitspielen. Dazu verdient man zur Zeit einfach zu gut.


Foto: © espensorvik
 

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