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Computerbild: So schnell ist UMTS wirklich
Samstag, 05. März 2011 um 14:58 Uhr
Computerbild: UMTS-TestMehr als 20 Mbit/s? Angeblich kein Problem - Mobilfunkprovider wie die Telekom oder Vodafone haben auch Highspeed-UMTS-Tarife im Programm. Damit soll mobiles Internet schneller als etwa DSL sein. Dass die Wartezeiten allerdings weitaus länger sind, hat das Magazin Computerbild nun in einem Praxistest nachgewiesen. Die Essenz: Die Datenampel steht weitaus länger auf Rot als angenommen.


Klar: Dass die Verbindung via UMTS beziehungsweise HSPA längst nicht die von den Providern angegebenen Höchstgeschwindigkeiten erreicht, dürfte schon jedem Surfstick-Besitzer schmerzlich bewusst geworden sein. Nun hat das Magazin Computerbild allerdings eine neue Wegmarke angegeben: UMTS-Tarife erreichen im Durchschnitt gerade mal 20 Prozent der maximal möglichen Übertragungsrate.

Dazu prüfte das Magazin in den Ballungszentren Berlin, Leipzig, München, Frankfurt am Main und Hamburg die UMTS-Geschwindigkeit der Anbieter Vodafone, T-Mobile, O2 und Base, und stellten ihre Antennen in genau jenen Bereichen des Messorts auf, bei denen eine gute UMTS-Verbindung versprochen wird. Während Vodafone im Schnitt eine Datenrate von 2,44 Mbit/s erreichte, waren es bei der Telekom nur 1,83 Mbit/s. O2 und Base schnitten noch schlechter ab.

Kaum Verbesserung bei HSPA+-Tarifen

Der Grund sind die überlasteten UMTS-Zellen, die auch trotz intelligenter Modulationsverfahren (wie etwa Spreizcodes) nur eine begrenzte quasi-parallele Nutzung eines Kanals gewährleisten können. So schafften auch die Premium-HSPA+-Tarife mit den als maximal erreichbaren Raten von 14,4 Mbit/s aufwärts eine deutlich geringere Leistung: Das Spitzentempo unter allen Anbietern lag bei knapp 6 Mbit/s - obwohl die Tarife bis zu 20 Euro mehr als herkömmliche HSDPA-Tarife kosten.

Die Alternative lautet LTE - ein neuer drahtloser Übertragungsstandard, der bis zu 100 Mbit/s erreichen soll. Allerdings sind hier bisher nur wenige Tarife verfügbar - und diese bis dato auch noch völlig überteuert.


Foto: © Smashcut / Flickr

 

1 Kommentar

  1. Letztlich wird der Kunde hier regelrecht verarscht (Entschuldigung für die Wortwahl). Das Problem dürfte sich mit der weiteren schnellen Verbreitung des mobilen Internets und insbesondere der ressourcenfressenden Flash-Videos (Youtube & Co.) weiter verschärfen.

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