| Donnerstag, 17. September 2009 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Sony Ericssons Cybershot-Modelle haben generell einen guten Ruf als mobile Foto-Experten. Das C510 ist sowas wie ein Geheimtipp: Obwohl die kleine Knippse den Internet-Luxus HSDPA mitbringt und immerhin 3,2 Megapixel auflöst, ist das Handy wirklich günstig geraten. Ob es nicht doch irgendwo einen Haken gibt, klärt der Test von internet-unterwegs.
VerarbeitungUnd: Ja, es gibt ihn, den Haken - der verursacht blutige Fingerkuppen und geplatzte Stirnäderchen und heißt: Akkudeckel. Nach ungelogen zehn Minuten mühsamen Schiebens, Drückens, Zerrens und Quetschens wollte das bösartige Stück Plastik immer noch nicht nachgeben. Was das Handbuch unter dem obligatorischen Punkt "Vorbereitung" dazu sagt? "Nehmen Sie die Akkufachbedeckung ab." Besten Dank! Erst der Blick ins Internet wollte helfen - dort wird eine spezielle Methode erklärt, wie man dem kleinen Biest Herr wird. Der ganze Ärger hat aber auch etwas Gutes: Die Verarbeitung des C510 beweist soliden Charakter - nach Plastik sieht es jedenfalls nicht aus (obwohl genug davon verbaut ist). Außerdem ist es mit 92 Gramm ein echtes Leichtgewicht, recht schmal geraten und trägt sich hervorragend in der Tasche. Interessant auch die Abdeckung an der Fotolinse, die wohl nochmal die Wertigkeit der Kamera unterstreichen soll - und sich bei Wind und Wetter durchaus als nützlich erweisen kann. HandhabungWer bisher mit Sony-Ericsson-Modellen zurecht AusstattungDie Kamera enttäuscht leider ein wenig: Die Bilder kommen etwas unschärfer und mit mehr Farbrauschen, als man es von einem Cybershot-Modell erwartet. Die Kamera ist anderen Handys in dieser Preisklasse allerdings immer noch ein gutes Stück voraus. Ferner verwöhnt das C510 mit Extras wie Autofokus, Panorama- oder Bildfolgefunktionen oder manueller Lichtquellenwahl. Auch Geotagging der Aufnahmen ist möglich - allerdings nicht per echtem GPS sondern nur per Cell-ID, also der ungenaueren Ortung über Funkzellen. MP3s kann das C510 übrigens auch, notfalls per Equalizer nachgeregelt. Der Klang geht dabei in Ordnung. Leider setzte Sony Ericsson auch beim C510 wieder auf seinen proprietären Kopfhöreranschluss, sodass ein regulärer Klinkenstecker keinen Zugang findet. Preis-LeistungSeine größte Stärke spielt das Handy beim Preis aus: 199 Euro gibt der Hersteller als unverbindliche Preisempfehlung an - der Straßenpreis pendelt sich zwischen 120 und 150 Euro ein, bei einem Vertragsabschluss gibt's das Handy bei vielen Anbietern umsonst. Und das macht sogar den Akkudeckel-Ärger mehr als wett! Sony Ericsson C510 - Technische Daten
Bilder: © Sony Ericsson Update: eine zweite Meinung zum Gerät von FOCUS Online. |

gekommen ist, erlebt beim C510 keine großen Neuerungen: Die Menüführung ist die selbe wie etwa bei den unzähligen Walkman-Handys des schwedisch-japanischen Joint Ventures. Macht auch Sinn - denn die ist durchdacht (nur leider nicht die Hübscheste). Zur Navigation stehen acht Sondertasten bereit (Abheben, Auflegen, Abbrechen/Löschen, Bestätigen, "Verbindungen", sowie zwei Auswahltasten und ein Vier-Wege-Kipp-Quadrat), die leider etwas eng aneinanderliegen und zu klein geraten sind. Ansonsten lässt sich damit schnell und intuitiv durch die Menüs klicken und auch im Dunkeln erahnen, wo man gerade drückt. Wirkliches Web-Feeling lässt das C510 leider wegen des fehlenden Touchscreens nicht aufkommen. Für den schnellen E-Mail- oder Nachrichten-Check genügt aber die Tasten-Navigation, auch wenn speziell die Adresseingabe ohne virtuelle oder echte QWERTZ-Tastatur mühsam ist.
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