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HTC Hero im Test
Montag, 14. September 2009 um 17:14 Uhr
HTC drängelt weiter im Smartphone-Markt und bringt mit dem Hero schon sein drittes Android-Smartphone auf den Markt. Das soll nun dank aufgebohrter Android-Oberfläche punkten - und zeigen, was mit Googles Experimentierstube alles möglich ist. Obendrauf gibt's HSDPA, A-GPS, WLAN und 5-Megapixel-Kamera. internet-unterwegs hat das Handy getestet und in Sachen mobiles Web unter die Lupe genommen.

Verarbeitung

War das HTC G1 noch ein dicker Klopps, ist das "Hero" sowas wie sein schlanker Bruder: Knapp eineinhalb Zentimeter misst der Smartphone-Schönling im Bauchbereich. Allerdings bringt auch das Hero stolze 135 Gramm auf die Waage - liegt damit aber noch im Mittelbereich bei den Smartphones. Und Dank des eleganten Äußeren (internet-unterwegs lag die Version "Absolut White" vor) tragen die 135 Gramm eher zur Wertigkeit bei. Rund um Schaltungen, Prozessoren und Module hat HTC Plastik und Metall gepackt - geht in Ordnung. Ganz so edel wie etwa Sony Ericssons Xperia ist es leider nicht. Kleines Manko zudem: Das Display scheint - wie zugegeben bei anderen Touchscreen-Kollegen - Fingerabdrücke schier einzusaugen. Die fettigen Abdrücke sieht man allerdings nur bei schwarzem Bildschirm.
Fazit: Das Hero ist solide verarbeitet, beim Abnehmen des Plastik-Akkudeckels muss kein Bruchstellen fürchten, und auch das Design gefällt - falls man am für Android-Handys typischen Knick im Tastenbereich Gefallen findet.

Handhabung

Vollmundig hat HTC die Android-Modifikation "Sense" angekündigt, 300 Entwickler sollen rund eineinhalb Jahre daran gebastelt haben. Das System soll nun mal eben zeigen, was wirklich in Google Betriebssystem steckt, und die holzige Oberfläche vergangener Modelle verabschieden. Erstes Plus: Sämtliche Verknüpfungen lassen sich komfortabel auf dem Startbildschirm platzieren, sodass Kontakte, RSS-Feeds oder Bilder nach Gusto auf dem Home-Screen landen. Auch ganze Profile (also Hintergrundbilder, Verknüpfungen und Einstellungen) lassen sich definieren. Nett zudem: Einige Symbole können ebenfalls angepasst werden. Macht Spass! Ganz konsequent war man allerdings nicht: Die Menüs hinter dem Startbildschirm sind noch im alten Android-Design - aber damit kann man sich anfreunden. Dafür gibt's noch umfangreiche Schnittstellen zu Facebook, Twitter & Co. - wer unterwegs nicht ohne seine Netzwerkkontakte leben kann, wird das zu schätzen wissen.
Dank insgesamt sechs zusätzlichen Tasten plus (recht überflüssigem) Trackball zum Touchscreen hüpft das Hero auch schnell aus Menüs und navigiert schnell an die gewünschten Stellen im Ordner-Wirrwarr. Eine Geduldsprobe allerdings ist das Tippen auf der virtuellen QWERTZ-Tastatur bei normaler Haltung. Hier hilft nur das Umstellen in den Querformatmodus per 90-Grad-Drehung - dann klappt auch das ohne Probleme.
Im Mittelpunkt ist natürlich auch beim Hero weiterhin der Touchscreen. Ob hier überhaupt etwas seit dem G1 getan wurde, ist leider nicht bekannt - einziger Unterschied scheint die Multitouch-Technik zu sein: Webseiten etwa lassen sich wie beim iPhone per Fingerspreizen zoomen. Insgesamt ist auch der Touchscreen des Hero zwar hinter Apples iPhone (speziell was Reaktionsschnelligkeit betrifft), aber immer noch mindestens auf Augenhöhe mit der restlichen Konkurrenz.
Fazit: HTCs neue Android-Version "Sense" macht Freude! Durch die Menüs wird intuitiv navigiert, die Oberflächen lassen sich kreativ gestalten und der Touchscreen reagiert zuverlässig, wenn auch manchmal etwas langsam.

Ausstattung

Endgültig an vorderster Smartphone-Front spielt das Hero dank seiner mächtigen Ausstattung mit: Navigation per A-GPS, Highspeed-Internet via HSDPA, 5-Megapixel-Kamera, Push-Mail, WLAN, Quickoffice, Bewegungssensor - das Hero ist ein echter Angeber! Sogar an einen Anschluss für Kopfhörer mit kleinem Klinkenstecker hat man gedacht - in Verbindung mit der wirklich guten Soundqualität des MP3-Players ist das eine wahre Waffe gegen die Smartphone-Konkurrenz. Weiter schießt auch die Kamera mit Autofokus wirklich gute Bilder.
Fazit: Speziell die Klangqualität des MP3-Players ist ein echtes Highlight. Kleine Mängel offenbart der Bewegungssensor, der allzu kräftig geschüttelt werden muss, bis eine Reaktion erfolgt. Die angeknacksten Handgelenke verzeiht man dem Hero aber hinsichtlich seiner imposanten Feature-Liste.

Display

320 x 480 Pixel klingen erstmal nach Smartphone-Standard - das Display des Hero steht allerdings deutlich über den gleich aufgelösten Bildschirmen der Handy-Kollegen: Gestochen scharf mit ordentlicher Beleuchtung funkeln die Pixel durch die Front. Das macht beim Surfen durchs mobile Internet richtig Spaß - mit knapp 4,5 Zentimetern Breite und mehr als 6,5 Zentimetern Höhe bildet das Display Webseiten auch in komfortabler Größe ab.
Fazit: Nochmal ordentliche Pluspunkte für das Hero in Sachen Bildschirm und mobilem Internet! Zwar kann das Display fürs Internet unterwegs nie groß genug sein, beim Hero reicht's aber völlig aus.

Preis-Leistung

499 Euro für ein Handy sind freilich ein stolzer Preis. Angesichts der beeindruckenden Funktionen geht der aber in Ordnung. Das Hero ist tatsächlich ein beeindruckendes Handy - bei einem Straßenpreis ab 400 Euro (ohne Vertrag) heißt es hier: Zugreifen!

HTC Hero - Technische Daten

KategorieSmartphone
Größe (B x H x T)
5,62 x 11,25 x 1,42 Zentimeter
Gewicht
135 Gramm
Display (B x H) 4,49 x 6,7 Zentimeter / 65.536 Farben /
320 x 480 Pixel
Touchscreen
ja
Verbindung ins Internet
UMTS / HSDPA
QWERTZ-Tastatur
nein
Kamera
4,9 Megapixel
Push-Mail
ja
WLAN
ja
GPS
ja
Mobile-TV
nein
Datenmodem
ja
Betriebssystem
Android
Preis
499 Euro

Bilder: © HTC

Update
: FOCUS Online hat einen umfangreichen Test zum Gerät aufgenommen.
 

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