|
Mittwoch, 21. Juli 2010 |
Alle Welt will ein Smartphone - so das derzeitige Credo der Handy-Hersteller, die jeden Monat die Regale mit neuen Mini-Computern zum Telefonieren pflastern. Vorteil für die Kunden: Smartphones werden immer billiger. Ein prominentes Beispiel ist das Tattoo von HTC, das mit Android-Betriebssystem, schnellem HSDPA-Internet und Touchscreen lockt. Wir haben das Handy getestet.
Verarbeitung
339 Euro gibt Hersteller HTC für das Tattoo als Preisempfehlung an. Mit Vertrag bieten einige Provider das Handy sogar kostenlos an, der Straßenpreis pendelt sich bei circa 220 Euro ein. Für ein Handy mit kompletter Smartphone-Ausstattung ein nahezu unschlagbarer Preis, der sich allerdings in der Verarbeitung niederschlägt. Stichwort: Plastik. Einen hochwertigen Eindruck wie etwa HTCs Desire oder auch Apples iPhone macht das Tattoo so nicht. Die Tasten sind ein wenig wacklig, der runde Joystick knackt ab und an. Alles nicht so schlimm, aber auch nicht so wirklich Smartphone-like.
Handhabung
Klar: Mit Android kann (mittlerweile) wenig schief gehen. Bei unserem Testmodell lag das Google-Betriebssystem in Version 1.6 vor, eine offizielle 2.1-Version soll kommen - wann genau, ist noch offen. Das aktuelle 1.6-Android macht auf dem Tattoo jedenfalls schon eine passable Figur: Durch Listen lässt sich meist ruckelfrei scrollen, Abstürze kamen im Test nur bei Fremd-Applikationen vor. Alles in allem ergibt das eine komfortable Android-Handhabung, die allerdings zwei dickere Haken offenbart, die der Bildschirm zu verantworten hat: Dessen geringe Auflösung (240 x 320) erlaubt nämlich viele Apps aus dem Android Market nicht.
Display
Zum anderen spielt die Qualität des Touchscreens bei Android eine große Rolle. Und der ist beim Tattoo doch deutlich schlechter als bei den höherpreisigen Modellen wie dem HTC Hero oder dem Desire. So ist der Bildschirm aufgrund der bereits angesprochenen niedrigeren Auflösung bei weitem nicht so brillant wie der der (teureren) Konkurrenz, zum anderen auch nicht so sensibel. So benötigt das Tattoo desöfteren einen kräftigeren Druck auf ein Widget, um dessen Funktion zu starten. Mit 4,17 x 5,59 Zentimetern ist er für ein Touchscreen-Handy auch relativ klein geraten, was die Navigation auf kleinteiligen Websites etwa erschwert. In puncto Display muss sich das Tattoo so einige Minuspunkte abholen.
Ausstattung / Multimedia
Dafür steht das Mini-Smartphone den Konkurrenten im Multimedia-Bereich in nichts nach: Navigation per GPS, Drahtlos-Netzwerke (WLAN) oder schnelles Internet für unterwegs (HSPA) sind mit an Bord - bei dem Preis wirklich lobenswert. Der MP3-Player offenbart gewohnte HTC-Qualität, lediglich die Kamera (3,15 Megapixel) ist ein wenig schwach auf der Brust und liefert speziell bei dunkler Umgebung verrieselte Bilder. Als Alternative zur Digicam taugt das Handy also nicht.
Fazit
Viel Funktionen für wenig Geld. Das Tattoo macht einen tollen Eindruck beim Preis-Leistungs-Verhältnis - die gute Gesamtperformance wird nur durch den schwachen Bildschirm getrübt. Zudem bereitete uns der müde Akku Sorgen. Wer über diese Punkte hinwegsehen kann, erhält jedoch ein modernes Android-Handy zu einem attraktiven Preis .
HTC Tattoo - Technische Daten
| Kategorie |
Smartphone |
Größe (B x H x T)
|
5,52 x 10,6 x 1,42 Zentimeter
|
Gewicht
|
113 Gramm
|
| Display (B x H) |
4,17 x 5,59 Zentimeter
240 x 320 Pixel
|
Touchscreen
|
ja
|
Verbindung ins Internet
|
UMTS / HSDPA
|
QWERTZ-Tastatur
|
nein
|
Kamera
|
3,15 Megapixel
|
Push-Mail
|
ja
|
WLAN
|
ja
|
GPS
|
ja
|
Mobile-TV
|
nein
|
Datenmodem
|
ja
|
Betriebssystem
|
Android |
Preis
|
339 Euro
|
Fotos: © internet-unterwegs
|
0 Kommentare