internet-unterwegs Überall mobil im Internet surfen mit Handy und Laptop
Versteigerung für Mobilfunkfrequenzen gestartet
Montag, 12. April 2010 um 11:13 Uhr
Mobilfunkmasten33,5 Millionen Gigabyte zählte die Bundesnetzagentur 2009 an Traffic im mobilen Internet. Damit die Leitungen der Provider in Zukunft nicht verstopfen, und die Daten auch unmittelbar unterwegs auf Handy oder Laptop eintreffen, kommen seit heute neue Frequenzen unter den Hammer - Umweltschützer und Funkexperten prognostizieren dabei größere Probleme.

41 Mobilfunkfrequenzen in der Versteigerung

Insgesamt 41 Frequenzblöcke stellt die Bundesnetzagentur zur Auswahl - darunter etwa die sogenannte digitale Dividende, mit der DSL-unterversorgte Regionen ans schnelle Internet angedockt werden sollen. Damit ist die Auktion mehr als doppelt so groß wie die spektakuläre UMTS-Versteigerung 2000, bei der die Bundesregierung umgerechnet etwa 50 Milliarden Euro einnahm.

An der Auktion teilnehmen können nur vier Unternehmen (T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus) - sechs hatten sich ingesamt dafür beworben. Wann die Versteigerung endet, ist bisher noch nicht abzusehen, da so lange gesteigert wird, bis alle Frequenzblöcke vergeben sind. Zudem ist die Anzahl der Bieterrunden nicht limitiert.

Experten sehen Probleme

Währenddessen meldet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Bedenken in puncto Elektrosmog an: Bei Menschen können laut dem Verband etwa Kopfschmerzen oder Schlafstörungen auftreten. Auch Tiere wie etwa Fledermäuse oder Bienen könnten durch die Funktechnik in ihrer Orientierung gestört werden. Der Bundesverband der Verbrauchzentralen warnt in der Zeitung "Tagesspiegel" indes vor Störungen beim mobilen Fernsehen (DVB-T), deren Verantwortung noch nicht festgelegt ist.

Bild: © Gabi Schoenemann / Pixelio.de
 

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