internet-unterwegs Überall mobil im Internet surfen mit Handy und Laptop
Laptop-Surfen und mobiles Internet – so funktioniert’s!
Sonntag, 19. April 2009 um 09:33 Uhr

Sie wollen mit Ihrem Laptop auch von unterwegs ins Internet, beim Surfen die Füße im See baumeln lassen oder gemütlich im Biergarten Ihre E-Mails bearbeiten? Kein Problem - Sie sollten vor dem Abenteuer nur ein paar Sachen wissen. internet-unterwegs beantwortet die wichtigsten Fragen zum mobilen Internet per Laptop und schickt Sie und Ihr Notebook raus ins Grüne.

 

Anm.: Dieser Artikel dient zum Nachschlagen bei Fragen zum mobilen Internet per Laptop. Wer auf der Suche nach Tarifen fürs Laptop-Surfen in diesem Ratgeber gelandet ist, sollte die verschiedene Optionen hier vergleichen: Prepaid-Tarife ohne Vertrag / Tarife mit Vertrag

Welche Hardware ist nötig, um mit dem Laptop im mobilen Internet zu surfen?

Damit Sie ihr Laptop oder Notebook auch unterwegs fürs Internet nutzen können, ist eine Verbindung zum UMTS- oder GPRS-Netz nötig. Ersteres gilt als der derzeitige Standard und erreicht theoretisch sechsfache ISDN-Geschwindigkeit (und etwa über HSDPA noch schneller) - das Web ist also ähnlich schnell wie auf stationären PCs. Manche Laptops verfügen bereits über ein solches UMTS-Modem, andere müssen mit spezieller Hardware (etwa Surfsticks oder UMTS-Datenkarte) aufgerüstet werden. Weiter brauchen Sie wie beim gewöhnlichen Mobilfunkvertrag eine SIM-Karte, mit der sich der Laptop ins Internet einwählen kann.
Sie sollten vor der Tarifwahl also darauf achten, ob die geeignete Hardware vorhanden ist. Falls nicht, bieten viele Anbieter zu Ihren Tarifen diese auch gleich an - überlesen Sie dabei nicht etwaige Klauseln, die Ihnen etwa einen USB-Surfstick (zu einem überteuerten Preis) nur zur Miete anbieten!
Falls Sie zu einer UMTS-Datenkarte greifen, sollten Sie zudem auf den Typ achten: Unterstützt ihr Laptop etwa das ältere "PC-Card-Format" (auch: "PCMCIA"), sind die heute geläufigen Karten im "ExpressCard"-Format nicht kompatibel; Karte und Laptop-Anschlüsse müssen also zusammen passen.



Wie schnell ist das mobile Internet und was bedeuten die Begriffe "UMTS", "GPRS", "EDGE" und "HSDPA"?

Grundsätzlich gilt: UMTS mit 384 Kilobit / Sekunde ist der derzeitige Standard fürs mobile Web - die Konkurrenztechnologien wie GPRS (bis zu 170 Kbit/s) oder dessen Erweiterung EDGE (ca. 220 Kbit/s) lassen das Internet schon etwas gemächlicher durch die Leitung tuckern; HSDPA (eine Erweiterung von UMTS) dagegen ist mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde rasend schnell.
Beim ihren UMTS-Netzen unterscheiden sich die verschiedenen Anbieter teilweise stark durch dessen Qualität: T-Mobile und Vodafone haben die derzeit am dichtest verflochtenen und schnellsten Netze (theoretisch bis zu 7,2 Megabit / Sekunde), während o2 (mit theoretisch bis zu 3,6 Megabit / Sekunde) etwas hinterher hinkt. Der vierte Mitbewerber, E-Plus (mit seinen Tochterunternehmen Simyo, Base, Vybemobile oder Ay Yildiz), erreicht dagegen nur 384 Kbit/s. Um zu prüfen, wo Sie überhaupt auf UMTS zugreifen können, eignen sich diese Anbieterkarten: T-Mobile-UMTS-Abdeckung / O2-UMTS-Abdeckung / Vodafone-UMTS-Abdeckung / E-Plus-UMTS-Abdeckung



Welcher Tariftyp fürs mobile Internet ist der Richtige für mich?

Neben der Wahl des Netzes hinsichtlich der Geschwindigkeit sollten Sie zunächst auch auf den passenden Typ des Tarifs achten, heißt: auf Ihre Surf-Gewohnheiten abstimmen:

  • Zeittarif: Hier wird nach Zeiteinheiten abgerechnet, also wie lange Sie im Internet surfen - Zeittarife eignen sich für Internet-Surfer, die nur sporadisch und kurz im Web unterwegs sind
  • Volumentarif: Hier dürfen Sie (meist gegen eine monatliche Grundgebühr) eine bestimmte Menge an Daten herunterladen oder zahlen nur genau für das, was Sie an Daten abgerufen haben. Volumentarife eignen sich eher für Gelegenheitssurfer
  • Flatrate: Hier können Sie gegen eine monatliche Gebühr zeitlich unbegrenzt Daten aus dem Internet abrufen - entsprechend sind Flatrates für Vielsurfer die richtige Wahl

Welcher Surftyp Sie sind, können Sie hier nachprüfen:

  • Wenigsurfer verschicken oder empfangen etwa 150 E-Mails ohne Anhang und verbringen 25 Stunden pro Monat im Web - entspricht etwa 100 Megabyte
  • Gelegenheitssurfer verschicken etwa 150 E-Mails mit kleinem Anhang und sind 90 Stunden pro Monat im mobilen Internet unterwegs - entspricht etwa 300 Megabyte
  • Normalsurfer verschicken oder empfangen 300 Mails teils mit Anhang, verbringen 100 Stunden im Netz, chatten 20 Stunden per Instant Messenger, laden 10 MP3s aus dem Netz und gucken 20 Web-Videos - entspricht etwa einem Gigabye
  • Vielsurfer empfangen oder verschicken 2000 Mails teils mit Anhang, verbringen 250 Stunden im Web, chatten zusätzlich 100 Stunden, laden sich 30 kleinere Spiele sowie 100 MP3s aus dem Internet und gucken 100 Web-Videos - entspricht etwa 5 Gigabyte

 

Was ist bei Tarifen fürs mobile Internet zu beachten, und wie vergleiche ich diese am besten?

Nachdem Sie geprüft haben, welches Netz / welcher Anbieter der richtige für Sie ist, und welcher Surftyp Sie sind, sollten Sie bei der Tarifwahl weiterhin nicht nur auf die nackten Zeit- oder Volumengebühren achten. Auch etwa die Mindestlaufzeit ist wichtig, weil die Preise auf dem Markt in Bewegung sind - ein derzeit günstiges Angebot ist in zwei Jahren womöglich völlig überteuert. Zudem sind einige Tarife gestaffelt - und nach einer bestimmten Periode deutlich teurer als zuvor. Auch bei der Hardware gibt es Unterschiede: Bei manchen sind etwa kostenlose Surfsticks inklusive - manchmal völlig überteuert. Bei anderen Angeboten verstecken sich zu den Hardware- noch Versandgebühren im Kleingedruckten. Vergessen Sie zudem nicht zu prüfen, ob die mitgelieferte Hardware gegen den formulierten Aufpreis nicht etwa nur zur Miete überlassen wird - und Sie im Endeffekt viel zu viel dafür zahlen. Weiter sollten Sie auch nicht vergessen, die bei Providern beliebten Anschlussgebühren in ihre Kalkulation mit einzuberechnen. Haben Sie diese Faktoren berücksichtigt, stellt sich nur noch die Frage: Mobiles Internet per Prepaid-Karte oder mit Vertrag?


 

 

Bild: © [internet-unterwegs]

 

Suche