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Handy richtig konfigurieren für niedrige Internet-Kosten
HTC G1Schauergeschichten über horrende Gebühren fürs mobile Internet gibt's genug - schuld daran sind oft weniger die Tarife, sondern die Konfigurationen des Handys. Das heimische WLAN wird dann etwa plötzlich über die Mobilfunkrechnung abgerechnet. internet-unterwegs zeigt Möglichkeiten, die Datenfallen zu umgehen und eine Überraschung am Monatsende zu vermeiden.


Bevor Sie das Internet fürs Handy einrichten, sollten Sie zunächst mal ihren Provider kritisch beäugen (falls kein spezieller Tarif fürs mobile Web gebucht wurde). Denn mobiles Internet zählt als zentraler Umsatzmotor der Branche in der Zukunft - und dementsprechend fallen meist die Gebühren aus. Der Zugriff aus Web per Handy ist dann gefährlich, wenn Sie bisher keinen speziellen Tarif gebucht haben.

Falls Sie sich nun fragen, was das Surfen im Web ohne speziellen Tarif so kostet, haben wir hier eine kleine Aufstellung, die die Gebührenforderungen der Provider bei einem Standardtarif zeigt:
  • T-Mobile / web'n'walk Starter: 9 Cent pro Minute
  • Vodafone: 20 Cent pro 10 Kb / 9 Cent pro Minute (außerhalb Vodafone-Live-Portal)
  • E-Plus / Standard: 5,86 Cent pro 10 Kilobyte
  • O2 / Standard: 9 Cent pro Minute
  • Aldi: 24 Cent pro Megabyte
  • Bild mobil: 35 Cent pro Megabyte
  • Congstar: 35 Cent pro Megabyte
  • Fonic: 24 Cent pro Megabyte
  • Klarmobil: 49 Cent pro Megabyte

Wer also gelegentlich mit Google Maps navigiert, Nachrichten checkt oder etwa Musik übers Web laden will, sollte sich besser gleich einen passenden Tarif fürs mobile Internet suchen. Doch auch da lauern Fallen - denn die Handy-Einstellungen für die Web-Zugänge wollen passend konfiguriert sein. Wer etwa glaubt, gerade das heimische WLAN zu nutzen, ist auch oft zeitgleich per UMTS mit dem Web verbunden.

Hier die wichtigsten Vorkehrungen für günstiges Surfen im mobilen Internet:

Definieren Sie Ihren sogenannten Zugangspunkte - spezielle Einwahlnummern ins Web. Solche existieren etwa für den normalen Internetzugang per Browser oder auch für den Download von MMS und sind meist schon beim Kauf des Handys voreingestellt - genau diese vordefinierten Einwahlpunkte berechnen allerdings oft ganz unterschiedliche Gebühren. Einfachste Lösung: Sperren Sie alle Zugangspunkte, die Sie nicht benötigen. Wer beispielsweise auf MMS verzichten kann, sollte im jeweiligen Menü den Eintrag für die Bildnachrichten sperren.

Zudem sollten Sie genau im Handbuch nachlesen, über welche Icons oder Anzeigen erkennbar ist, dass Ihr Handy gerade Daten aus dem Web lädt. Nur so können Sie sichergehen, dass gerade keine Verbindung besteht.

Schlussendlich sollten Sie sich noch im Klaren sein, welche Dienste wie viel an Daten abrufen - Flatrate-Nutzer leben hier natürlich sorgenfreier und können diesen Punkt überspringen. Alle anderen sollten sich unser Übersicht über den Datenverbrauch fürs mobile Internet näher angucken.

Zugangspunkte? Wo finde ich die Kostenfallen bei meinem Handy?

Während die Punkte 2 und 3 verhältnismäßig einfach durchzuführen sind, wird's bei Punkt 1, den Zugangspunkten, schwieriger: Jeder Hersteller hat hier sein eigenes System.

Nokia (mit S60-Oberfläche):
Die Finnen setzen bei ihren Handys mit S60-Oberfläche gerne verschiedene Zugangspunkte für verschiedene Anwendungen. Ins Einwahlwirrwarr gelangt man über den Menüpunkt "Optionen". Wer gerne im heimischen WLAN surft, sollte hier gleich sein Zuhause als Einwahlpunkt für WLAN-Verbindungen definieren. Zudem sollten Sie bezüglich normaler Web-Verbindungen bei "Immer abfragen" das Häkchen setzen - das macht's zwar etwas mühsam, wenn Sie öfter ins Web gehen, dafür können Sie so stets manuell die günstigste Verbindung wählen und auf Nummer sicher gehen. Die einzelnen Zugangspunkte verstecken sich unter "System/Einstellungen/Verbindung" oder "Ziele".

Nokia (mit S40-Oberfläche):
Die Zugangsdaten liegen im Menü unter "Einstellungen/Konfigurationen": Hier können Sie etwa verschiedene Punkte für Webbrowser und E-Mail-Client definieren. Sollten Sie das Handy zudem gerne als Modem ans Laptop anschließen, werfen Sie einen Blick auf den Menüpunkt "Einstellungen/Verbindungen/Paketdaten". Zusätzlich ist bei Nokia-Geräten mit S40-Oberfläche auch ein Gebührenzähler an Bord: Dazu einfach den Punkt "Protokoll" anwählen.

Sony Ericsson:
Das schwedisch-japanische Joint-Venture hat löblicherweise eine einheitliche Regelung für seine Modelle gefunden: Die Einwahlpunkte - hier "Datenpunkte" genannt - finden sich bei Sony Ericsson unter "Einstellungen/Verbindungen/Interneteinstellungen". Auch hier können Sie für verschiedene Anwendungen verschiedene Zugänge wählen. Einen Datenzähler haben die meisten Modelle ebenfalls an Bord - zu finden unter "Einstellungen/Anrufe/Zeit und Kosten".

Samsung:
Auch Samsung hat einen eigenen Namen für die Zugangspunkte gefunden: Die "Verbindungen" finden Sie unter "Einstellungen/", den Datenzähler meist unter "Anrufverwaltung".


Bild: © internet-unterwegs

 

 

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