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Im Test: Kaspersky Mobile Security 9
Donnerstag, 02. Dezember 2010 um 16:40 Uhr
Smartphone-NutzerKlar: Vor Handy-Viren hat noch niemand so richtig Angst. Schließlich sind Windows-PCs wegen ihrer großen Verbreitung und immer wieder auftretender Lecks im Sicherheitssystem für Schadsoftware-Schreiber weit attraktiver. Doch obskuren SMS mit Premium-Nummern oder heimlichen Ausspähen sensibler Daten muss auch auf dem Handy vorgebeugt werden. Kasperskys Mobile Security 9 soll hier helfen.


Wer beruflich mit seinem Symbian- oder einem Windows-Mobile-Smartphone unterwegs ist, bekommt sicher ab und an Bauchschmerzen: Denn der Gedanke, dass das Handy mal im Zug oder der U-Bahn auf der Ablage liegen bleibt, dürfte weder den Geschäftspartnern noch dem Chef gefallen. Kasperskys Mobile Security verspricht neben einer Vielzahl anderer Features dagegen Schutz.

Schneller Start - keine Sicht von Viren

Mobile Security Screen 1Und das erstaunlich schnell: Im Test (über die Handy-Plattform Symbian) landete die Software jedenfalls umgehend auf dem Handy. Programm auf den PC laden, per USB-Kabel aufs Handy  installieren und den Key eingeben - dauerte keine zwei Minuten. Nach Starten der Software blättert sich ein Menü mit verschiedenen Features auf: Dort lässt sich beispielsweise die Virendatenbank aktualisieren, eine Firewall errichten oder der Diebstahlschutz sowie die Privatsphäreeinstellungen konfigurieren.

Soviel vorweg: Probleme mit Handy-Viren bekamen wir während des Tests keine - hatten wir zuvor schließlich auch nicht. Interessant ist Kasperskys Mobile Security deswegen vor allem wegen der Diebstahlfunktion, die mit einem ausgeklügelten Mechanismus arbeitet: Für diese Schutzstrategie lässt sich etwa über eine zuvor angegebene Telefonnummer das Gerät via GPS lokalisieren. Wichtiger allerdings ist der Block-Mechanismus: Dazu eine SMS mit dem entsprechenden Stichwort an das Gerät senden, und das geklaute Handy lässt sich nur mehr über einen Sicherheitscode entsperren.

Bösewichte am Wickel

Im Test gab es hier nichts zu meckern. Die Funktion war einfach zu aktivieren, die anschließende SMS von einem Android-Handy legte das "geklaute" Smartphone umgehend lahm. Neu in Version 9 ist übrigens die Möglichkeit, eine eigene Oberfläche, die das restliche System des Handys abschirmt, zu definieren: "Falls Sie kein Dieb sind, melden Sie sich bitte unter folgender Nummer" wäre beispielsweise sinnvoll. Nett auch die Idee zur Bösewicht-Identifikation: Legt dieser nämlich in das entwendete Gerät dummerweise seine SIM-Karte ein, übermittelt die Kaspersky-Software gleich seine Telefonnummer an den zuvor angegeben Kontakt. Wünschenswert wäre hier allerdings, dass bereits das bloße Entfernen der SIM-Karte einen Alarm auslöst. So hat man unter Umständen später die falsche Person am Wickel.

Mobile Security Screen 2Weitere Features: Mit der Software lassen sich auch Telefonbuch, Passwörter für soziale Netzwerke oder Fotos via Passwort sperren. Zudem blockt das Programm auf Wunsch Anrufe und SMS von bestimmten Nummern und beugt auch einer versehentlichen Anwahl von Premium-Vorwahlen vor.

Minimale Bremse - zuverlässige Features

Fazit: Wer dem Dieb seines Telefons zumindest den Tag versauen will, erhält mit der Mobile Security 9 von Kaspersky ein zuverlässiges Tool. Die Bedienung läuft weitgehend intuitiv ab, auch wenn die Software seine Menüs bisweilen etwas zu tief verschachtelt. Das Design in unserem Symbian-Test war in Ordnung - allzu große Sensationen darf man hier aufgrund der grafischen Einschränkungen des Betriebssystems auch nicht erwarten. Lief das Programm im Hintergrund, spürten wir nur eine minimale Verlangsamung. Insgesamt bleibt also ein positives Fazit: Für 25 Euro pro Jahr ist die Mobile Security ein interessantes Tool für alle, die sensible Daten auf ihrem Handy verwalten oder auch einfach nur die Anrufe der Schwiegermutter blocken wollen.

Preis: 24,95 Euro / Jahr
Link: Kaspersky Mobile Security 9


Fotos: © Olga Meier-Sander / Pixelio.de / Kaspersky

 

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