| Dienstag, 04. Januar 2011 | ||||
Eine Tages-Flatrate für unter 2 Euro - Lidl Mobile prescht mit seinem Prepaid-Surfstick großspurig voran, und versucht der Konkurrenz um Aldi, Fonic oder Bildmobile durch niedrige Session-Gebühren davon zu eilen. Doch wie sieht es mit Netz, Volumenlimit und Surfstick-Preis aus? Und liefert der Internet Stick auch volle HSDPA-Geschwindigkeit? Wir zeigen, was der Lidl Stick wirklich taugt.
Lange hat es gedauert: Während die direkte Discount-Konkurrenz Aldi schon seit circa zwei Jahren einen Prepaid-Surfstick im Repertoire hat, wagte sich Lidl Mobile erst jetzt ins mobile Internet vor. Zwar sind einige Kunden dank des zeitlichen Vorsprungs von Aldi mittlerweile schon versorgt, das Angebot der Gebrüder Albrecht jedoch lockt heute keinen mehr hinterm Ofen hervor: Zu teuer und technisch hinterher ist der Aldi-Stick im E-Plus-Netz mittlerweile. Lidl hat nun anscheinend aus den Fehlern der Konkurrenz gelernt. Lidl-Stick: nur 3,6 Mbit/sAllen voran der günstige Tagespreis von 1,99 Euro ist hier ein starkes Kaufargument. Die Lidl-SIM-Karte funkt dabei im O2-Netz, das eine respektable Netzabdeckung mit HSDPA liefert, von D-Netz-Qualität aber freilich noch deutlich entfernt ist. Der große Haken beim Lidl-Stick versteckt sich bei der Hardware: Denn der Stick selbst (ein Huawei E1550) ist noch aus einer alten Generation und liefert nur 3,6 statt der im O2-Netz möglichen 7,2 Mbit/s. So ist man zwar beim Tagespreis um 50 Cent billiger als Fonic, bringt es aber nur auf die Hälfte der Performance. Noch dazu ist der Surfstick bei einem Verkaufspreis von 49,95 Euro um 10 Euro teurer als beim Schwesterunternehmen.Link: Weitere Prepaid-Surfsticks im Vergleich Link: Lidl-Surfstick-Website Schade, denn das Volumenlimit ist nicht wie bei den Angebote von Pro7 oder Sat1 auf ein Minimum begrenzt, sondern greift erst bei 500 Megabyte pro Tag beziehungsweise 5 Gigabyte pro Monat. Speziell in Verbindung mit der optional buchbaren Monatsflat für 14,99 Euro ein attraktives Angebot. Auch das Parkuhrprinzip ist löblich: Wer etwa am 15. eines Monats die Monatsflat bucht, darf auch bis zum 15. des Folgemonats surfen. Sparsam war Lidl wiederum beim Startguthaben: Gerade mal 1,99 Euro legt das Unternehmen hier drauf. Zudem hinterlässt die automatische Verlängerung einen faden Beigeschmack. Diese greift etwa, wenn einmal eine Monatsflat gebucht wurde, und nach Ablauf noch mehr als 14,99 Euro auf der Karte sind - nicht wirklich seriös das Ganze. Fazit: gute Tarife, schwache HardwareAlles in allem schafft es auch Lidl aufgrund des veralteten Surfsticks nicht, die derzeit attraktivste Tagesflat von Fonic zu schlagen. Der Konkurrenz um Aldi, Tchibo oder Financial Times Deutschland allerdings ist das Angebot schon einen guten Schritt voraus.
Alternativen zum Lidl Surfstick: Fonic Surf Stick 1&1 Notebook Flat Foto: © Lidl Mobile Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: |





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