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Sonntag, 17. Oktober 2010 |
Klar: Der Alpensepp aus der Klarmobil-Werbung geht uns allen auf den Senkel. Den Surfstick des Unternehmens wollten wir uns dann aber trotzdem mal näher ansehen: 5 Gigabyte pro Monat mit 7,2-Mbit/s im O2-Netz für knapp 20 Euro pro Monat sind ein attraktives Angebot. Wir haben den zugehörigen XS Stick W14 gestetet und mal geprüft, was uns der Sepp täglich entgegenjodelt.
Zackige Installation
Die Installation ging zügig von der Hand: Zwar erkannte der Rechner unter Windows XP den Stick zunächst nur als USB-Speichergerät - der Autorun-Prozess musste also per Mausklick gestartet werden -, die zugehörige Software installierte sich jedoch in knapp einer Minute. Das beschert dem Klarmobil-Surfstick die Bestzeit unter den bisher auf internet-unterwegs getesteten Geräten. Unmittelbar nach der Installation startet die Haupt-Software und fordert zur Eingabe der PIN-Nummer auf. Grundsätzlich läuft der Stick unter den Betriebssystem Windows XP, Vista und 2000 sowie Mac OSX ab Version 10.4.3.
XSManager-Software - spärlich ausgestattet
Auch bei Klarmobil wird der XS Stick W14 mit der "XSManager" getauften Software ausgeliefert, die im Wesentlichen aus einem kleinen Menüfenster mit fünf Buttons ("Trennen / Verbinden", "SMS/MMS", "Web", "Einstellungen" und "Statistik") besteht. Auf der Festplatte besetzt das Programm knapp 23 Megabyte - dafür werden aber bemerkenswert wenig Funktionen geboten. Während bei anderen Herstellern eine - zugegeben mehr oder weniger überflüssige - grafische Oberfläche zu Up- und Downloadraten bereitgestellt wird, begnügt sich der XSManager in Punkto Statistik mit einer kargen 3-x-2-Tabelle: Download-Menge sowie -Rate, Upload-Menge sowie die Surfzeit und der insgesamte Datentransfer werden angezeigt. Leider verzichtete der Hersteller auf eine Statistik in Echtzeit: Erst wenn eine Seite vollständig geladen wurde, wird die zugehörige Download-Geschwindigkeit angezeigt. Unter der Titelleiste werden zudem Signalqualität in Form der typischen Balkengrafik sowie der Verbindungsmodus ("UMTS" / "HSUPA" / "HSDPA") angezeigt - diese änderte sich aber auch nach einem Positionswechsel nicht, hatte also wenig bis gar keine Aussagequalität. Der "Einstellungen"-Button wiederum war über die gesamte Zeit ausgegraut, ein Mausklick darauf zeigte keinen Effekt. Insgesamt offenbarte der XSManager also einen sehr kargen Funktionsumfang, hält aber zumindest nicht mit überflüssigen Details auf.
Der Internetflat-5000-Tarif
Mit seiner Monatsflat im Prepaid-Modus bewegt sich Anbieter Klarmobil im preislichen Mittelfeld bei den mobilen UMTS-Flats: 5 Gigabyte pro Monat für 19,95 Euro haben auch andere Hersteller im Programm, gefunkt wird im Netz von O2. Alternativ ist der Klarmobil-Tarif auch als 500-Megabyte-Variante für 9,95 Euro pro Monat erhältlich. Ein kleines Minus scheint Klarmobil für seinen Surfstick-Preis verzeichnen zu müssen: Der kostet in der 7,2-Mbit/s-Version knapp 50 Euro und ist damit um 20 Euro teurer als etwa der von 1&1. Ein Blick ins Kleingedruckte anderer Anbieter zeigt den Trick: Im Gegensatz zu 1&1 & Co. fordert Klarmobil keine Einrichtungsgebühr, die manch billigen Surfstick plötzlich teuer macht. Insofern also ein Lob an Klarmobil für die ehrliche Preisstruktur. Und wer es noch ein wenig günstiger haben will, kann auch auf den 3,6-Mbit-Stick zurückgreifen, der 29,95 Euro kostet, allerdings auch weniger Geschwindigkeit bietet. Zudem kleines Extra: Der Surfstick wird ohne Simlock ausgeliefert, funktioniert also auch mit Anbieterfremden SIM-Karten.
 Netzqualität - ist das wirklich O2?
Waren XSManager-Software und Surfstick-Preis bis jetzt noch keine wirklichen Kaufargumente, weiß Klarmobil in der Königsdisziplin - der Surfgeschwindigkeit - zu überzeugen. Vielmehr noch: Der XS Stick 14 schlug im Vergleich sogar manch Kollegen mit Telekom- oder Vodafone-Netz. Selbst dicke Webseiten mit jeder Menge hochaufgelöster Bilder oder Videos lud der Klarmobil-Stick verblüffend schnell aus dem Netz. Die internet-unterwegs-Website etwa landete etwa in weniger als fünf Sekunden auf dem Laptop (bei idealer Netzverbindung) und ist damit etwa im Vergleich zu herkömmlichem DSL wesentlich schneller. Insgesamt macht der Stick nicht den Eindruck, als würde er im O2-Netz funken. Lediglich bei der Netzabdeckung, die auch in der Stadt nicht immer HSDPA liefert, wird das offenkundig. Unsere Erklärung: Der Stick liefert im Upload-Modus (wenn etwa ein Server kontaktiert wird, um eine Internetseite abzufragen) stolze 5,76 Mbit/s - da können nur wenig andere mithalten.
Fazit
Klarmobil hat uns überrascht: Der XS Stick W14 bietet hervorragende Ergebnisse in puncto Down- und Uploads, schwächelte aufgrund des O2-Netzes nur ein wenig bei der Abdeckung. Der Tarif bewegt sich im Mittelfeld bei den Prepaid-Optionen, erhält aufgrund der klaren Tarifstruktur aber ein kleines Plus gegenüber anderen Anbietern. Die Software fiel uns ein wenig zu spärlich aus - manche Informationen aktualisierten sich nicht zuverlässig, ein zeitlicher Verlauf der Downloadraten wäre wünschenswert gewesen. Wer aber einen zuverlässigen Surfstick sucht, der weniger bei Zugfahrten denn als DSL-Ersatz Einsatz finden soll, sollte den Klarmobil-Stick auf seiner Liste vermerken.
Links
Der Internetflat-5000-Tarif im Detail Klarmobil-Website Prepaid-UMTS-Flatrates im Vergleich
Fotos: © internet-unterwegs Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: |
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