Dass aus dem Springer Verlag nicht nur Zeitungen kommen, dürfte sich rumgesprochen haben. Seit Kurzem bietet das Unternehmen unter dem Namen "BILDmobil" neben Handy-Verträgen auch einen Surfstick inklusive Tarif fürs mobile Internet an - zu ausgesprochen günstigen Konditionen. Die helfen freilich nichts, wenn die Hardware nichts taugt. Grund genug für einen ausführlichen Testbericht zum Bild mobil Speedstick.
Installation - gelungen!
Der erste Schock: das "Handbuch". Tönen andere Hersteller noch von der allzu simplen Installation ihres Websticks, schaufelt Bild mal eben einen - verhältnismäßig - dicken Wälzer mit in die Verpackung. Dabei könnte der Start nicht einfacher sein: USB-Stick ans Laptop anstöpseln, einige Sekunden warten, Sprache wählen und anschließend SIM-Karte freischalten sowie PIN eingeben. Fertig! Das funktionierte so flüssig, dass wir den gleichen Vorgang noch an einem hoffnungslos überforderten und veralteten Laptop mit Windows Vista wiederholten. Ergebnis auch hier: simpler und schneller geht's kaum.
Wieder einmal: ungenaue Angaben
Einen eher zwiegespaltenen Eindruck hinterließ dagegen die 34,1-Megabyte-große Software, die in Bild-typischem Blutrot gehalten wurde. Zwar stürzte diese etwa auch mit zig quasi-parellel laufenden Prozessen weder unter Windows XP noch unter Vista ab, machte jedoch bisweilen allzu ungenaue Angabe über die Downloadgeschwindigkeit. Hinweis dazu: "Statistik möglicherweise ungenau" - allerdings flüchten sich nahezu alle anderen Anbieter in diese Ausrede. Dafür wiederum sehen die Graphen über Up- und Downloads nett aus, zudem lassen sich die bereits transferierten Datenmengen schnell überprüfen, was speziell aufgrund der 1-Gigabyte-Grenze in den verschiedenen Zeitintervallen Sinn macht. Pluspunkt zudem: Die Software läuft auch auf Macs.
Nachdem sich der Bildmobil Speedstick - wie bereits angesprochen - in verschiedenen Zeitintervallen nutzen lässt (30/90 Minuten, eine Woche - hier alle Infos zum Stick), hat sich der Anbieter einen besonderen Modus für die verschiedenen Sessions überlegt: Ist der Stick eingesteckt und die Software gestartet, wird beim Aufruf des jeweiligen Browsers automatisch die Seite für den Bildstick angewählt. Hier lässt sich nun eine der drei Zeitoptionen wählen (insgesamt sind dafür schlauerweise zwei Mausklicks nötig, was so versehentliche Klicks auszuschließen weiß), anschließend öffnet sich ein neues Browser-Fenster, in dem die Restzeit der Session angezeigt wird. Informationen über die verbleibenden Datenmengen erhält man hier leider keine. Zudem sollte man darauf achten, nicht versehentlich dieses Info-Fenster zu schließen - denn damit verschwinden schließlich auch die Angaben über die Restzeit. Insgesamt also: weniger elegant.
Ausgezeichnete Verbindung
Einen sehr guten Eindruck hinterlässt der Surfstick dafür in der Königsdisziplin: der Verbindungsstärke - dank Vodafone-Netz an sich auch kein Wunder. So konnten wir praktisch unterbrechungsfrei auch in ländlichen Gebieten Internetradio hören (was aufgrund des Volumenlimits allerdings nicht unbedingt Sinn macht), innerhalb Münchens hatten wir stets mindestens UMTS-Empfang. Im Vergleich etwa zum 1und1-Surfstick machte der Bild Speedstick im Test diesbezüglich eine wesentlich bessere Figur. Löblich zudem: Wird etwa eine 30-Minuten-Session vorzeitig verlängert, wird die verbliebene Zeit nochmal oben drauf gerechnet. Etwas widersprüchlich dagegen ist das Lämpchen im Stick, das eigentlich den Verbindungsmodus (GPRS / EDGE / UMTS / HSPA) angeben soll - hier zeigt die Software meist ganz andere Down- und Uploadraten.
Fazit
Viel zu meckern gibt es beim Bild mobil Speedstick nicht. Lediglich die ungenauen Angaben der Software und die umständliche Verwaltung der restlichen Session-Zeit über ein extra Browser-Fenster haben uns gestört. Dafür punktet der Surfstick mit seiner einfachen Installation und vor allem der sehr guten Verbindungsstärke. Und nicht zuletzt auch aufgrund der attraktiven Tarifgestaltung (hier alle Infos).
Weitere Informationen zum Surfstick: Bild mobil Webseite.
Fotos: © internet-unterwegs
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tom sagt
Sonntag, 21. März 2010
Christian sagt
Sonntag, 11. April 2010
internet-unterwegs sagt
Montag, 12. April 2010
Benny sagt
Freitag, 07. Mai 2010
Münzchen sagt
Montag, 31. Mai 2010