Mit dem K3765-HV von Huawei schickt Vodafone einen Surf Stick mit 7,2-Mbit/s-HSDPA ins Rennen. Im Upload schafft die Funkstation fürs mobile Internet starke 5,7 Mbit/s. Doch nackte Daten sagen nicht viel aus, wenn ständig die Verbindung abbricht oder nur langsames GPRS zur Verfügung steht. Unser Test zeigt, wie sich der Vodafone Web Stick in der Praxis macht.
Erhältlich bei Vodafone und Mobook
Der Huawei K3765-HV (auch: USB-EasyStick 3765) ist beliebt. Unter anderem wird der Surf Stick etwa bei den Tarifen von Mobook (bekannt durch ihre Netbook-Bundles) eingesetzt. Bei Vodafone gibt's den Stick derzeit mit dem Prepaid-Tarif WebSessions - und zum zehnjährigen Jubiläum des Unternehmens für gerade mal 10 Euro. Grandios günstig, denn bei Amazon etwa ist die Hardware um knapp 20 Euro teurer. (Update: Der Stick kostet nun wieder regulär 29,90 Euro)
Wir haben den Surf Stick zusammen mit Vodafones WebSessions-Tarif getestet, bei dem sich vier unterschiedliche Zeiteinheiten (15 Minuten, 1 Tag, 1 Woche, 30 Tage) buchen lassen. Das Volumenlimit beträgt ein Gigabyte bzw. drei Gigabyte (30 Tage). Im Lieferumfang befinden sich SIM-Karte, USB-Stick, ein Verlängerungskabel (falls kein Platz in der Steckleiste des Laptops) sowie die umfangreiche Bedienungsanleitung.
Installation: Von Updates und Neustarts
Man war das bei Surf Sticks bisher so gewohnt: Die Hardware wird in den USB-Steckplatz eingesetzt, kurze Wartezeit folgt, und die Software installiert sich von selbst - anschließend kann's losgehen mit dem Surfen. Auch bei Vodafone installiert sich die "Mobile Connect"-Software von selbst (liegt auf dem USB-Stick, der automatisch vom System erkannt wird), allerdings mit einigen Macken: Zunächst hat uns gestört, dass ungefragt zwei Icons (Einwahl- und SMS-Programm) auf dem Desktop landen. Kann man verschmerzen. Nach vier langen Minuten Installationszeit folgt die PIN-Eingabe. Und wer nun glaubt, es könne losgehen mit dem Surfen, sieht sich getäuscht - es kommt einfach keine Verbindung zustande. Ursache: Wir haben ganz offensichtlich eine ältere Version der Software erhalten, kurz nach Eingabe der PIN-Nummer wird zum Installieren eines Updates aufgefordert. Dazu wird zunächst die alte Version gelöscht und anschließend die neue auf den Rechner geladen - zusätzlicher Zeitverbrauch: etwa sechs Minuten. Um die Nerven noch ein wenig mehr zu strapazieren, folgt dann der - für Windows - obligatorische Neustart. Fazit: Der Installationsvorgang ist zwar nicht kompliziert bei der Steuerung, nimmt aber mit gut zehn Minuten weit mehr Zeit in Anspruch als bei anderen Anbietern (bei Fonic waren's etwa zwei Minuten, bei 1&1 fünf).
Software Vodafone Mobile Connect - bravourös gelöst
Die lange und etwas wirre Installtion hat seinen Grund: Die Mobile-Connect-Software von Vodafone ist weit mächtiger als die Einwahlprogramme der Konkurrenz. So blättert diese etwa auch verfügbare WLANs in der Umgebung auf und lässt mit einem Klick die Verbindung damit zu - ein unschlagbares Feature, wenn man sich etwa auf dem Flughafen mit Hotspots bewegt. Die verschiedenen Verbindungen (WLAN, LAN per Kabel und Vodafone-UMTS) lassen sich zudem priorisieren - die Software schaltet über die "Zero Connect" getaufte Funktion automatisch auf die höchstgelegene verfügbare Verbindung. Bravourös gelöst!
Zusätzlich zeigt ein Fenster übersichtlich Session-Dauer, Up- und Download-Rate, heruntergeladene Datenmenge sowie Signalstärke an. Über den Menüpunkt "Verbrauch anzeigen" blättert die Software zusätzlich den Datenverbrauch in UMTS-, GPRS- und (sehr löblich!) Roaming-Anteil auf. Hinweis - wie auch bei anderen Anbietern - standardgemäß: Die Angaben können von der Rechnung abweichen. Allzu sehr darauf verlassen sollte man sich also nicht.
Der WebSessions-Tarif
Stick und Software sind installiert - im mobilen Internet waren wir trotzdem noch nicht. Schließlich haben wir uns noch gar nicht eingewählt. Die Funktionsweise: Klickt man bei der Software auf "Verbinden", öffnet sich der Webbrowser mit der Vodafone-WebSessions-Seite. Hier lässt sich die bevorzugte Zeiteinheit - 15 Minuten, 1 Tag, 1 Woche, 30 Tage - auswählen. Das alles klappt ohne Probleme. Insgesamt sind dann drei Klicks (jeweils auf "Weiter") nötig, was vor unfreiwilligen Buchungen schützt, bis die Leitung ins Web hergestellt ist. Mit dem 15-Minuten-Modus für 49 Cent (siehe Aufstellung unten) hat Vodafone übrigens eine spezielle Zeiteinheit im Angebot, die sich bisher noch bei keinem anderen Anbieter findet - ideal ist diese beispielsweise zum kurzen E-Mail-Check.
Hat man sich für eine Sessions eingebucht öffnet sich zum Software- noch ein kleines Browser-Infofenster, das verbleibende Zeit und die heruntergeladene Datenmenge anzeigt. Löblich: Wird die Sessions vorzeitig verlängert, wird die Restzeit der vorherigen Sessions aufaddiert. Zudem lassen sich wirklich ein Gigabyte an Daten pro Session herunterladen - wer zweimal 15 Minuten bucht, erhält damit theoretisch bis zu zwei Gigabyte. Sehr fair gelöst. Erwähnenswert ist noch die spezielle Bildkomprimierung, die die Datenmengen gering halten soll. Dazu rechnet der Vodafone-Server Bilddateien auf angesurften Webseiten herunter. Folge: Die Bilder haben erscheinen sehr pixelig mit grauen Artefakten. Wer sich daran stört, kann diese Funktion (realisiert durch ein Browser-Addon) allerdings auf vodafone.performance.de auch deaktivieren.
Das Netz - UMTS überall
Klar: In puncto Netz kann Vodafone-Sticks niemand so schnell das Wasser reichen. Die Düsseldorfer verfügen über ein dichtes UMTS-Geflecht mit starkem HSDPA-Ausbau. Verglichen haben wir die Verbindung mit einem T-Mobile-Gerät - die einzige Konkurrenz in diesem Bereich. Fazit: Der K3765-HV liefert eine bemerkenswert stabile Verbindung (etwa auch auf der Autobahn), kann aber nicht so oft wie unser T-Mobile-Refernzgerät auf HSDPA zurückgreifen. Die Download-Raten liegen zudem meist ein wenig drunter. Die Verbindungen sind sehr stabil (YouTube-Videos etwa laufen erstaunlich flüssig), beim Website-Aufbau glauben wir sogar einen leichten Vorteil zugunsten von Vodafone verzeichnet zu haben. Auf dem Land wiederum hatte T-Mobile die Nase vorne - hier lieferten die Bonner weit öfter EDGE als das langsamere GPRS.
Fazit
Dass der K3765-HV dank 5,6-Mbit/s-HSUPA und 7,2-Mbit/s-HSDPA ein Oberklassemodell ist, wussten wir schon vorher. Der Eindruck jedenfalls bestätigte sich. Das T-Mobile-Netz erscheint uns immer noch einen Tick stärker, im Vergleich zu O2 oder E-Plus liegt Vodafone aber immer noch weit vorne. Die Software hingegen nervte bei der Installtion. Ist diese Hürde allerdings überwunden, erhält man mit Mobile Connect ein sehr mächtiges Tool. Wie lange das 10-Euro-Angebot für den Stick noch gilt, ist unklar - wer die Chance hat, sollte allerdings zugreifen. Risiko besteht dank Prepaid-Tarif schließlich keines.
Links: Vodafone-Website mit WebSessions-Tarif Weitere Prepaid-UMTS-Flatrates im Vergleich

Technische Daten: Huawei K3765-HV
| Abmessungen |
8,7 x 2,6 x 1,3 Zentimer |
| Gewicht |
24 Gramm |
HSDPA
|
7,2 Mbit/s
|
| HSUPA |
5,6 Mbit/s
|
| Speicherkartenplatz |
ja (Micro-SD) |
| PC-Verbindung |
USB |
Simlock / Netlock
|
ja
|
| Roamingsperre |
ja |
| Betriebssysteme |
Windows XP (SP2), Windows Vista (SP1), Mac OS X 10.3.9 und höher
|
Anbieter
|
Vodafone, Mobook
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Der Tarif: Vodafone WebSessions
Name
|
WebSessions
|
| Typ |
Prepaid Zeit-Flatrate |
Netz / Verbindung
|
Vodafone / UMTS, HSDPA mit 7,2 Mbit/s |
| Volumenlimit |
1 Gigabyte, anschließend Session-Ende |
Kosten pro 15 Minuten 1 Tag 1 Woche 30 Tage
|
0,49 Euro 3,95 Euro 12,95 Euro 39,95 Euro
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| Preis für Hardware |
29,90 Euro (7,2-Mbit/s-USB-Surfstick)
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Fotos: © internet-unterwegs Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: |
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